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Das grüne Paradoxon – Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik

Hans-Werner Sinn, ca. 540 Seiten, Ullstein (2008)

Hans-Werner Sinn, einer der international bekanntesten Ökonomen Deutschlands, setzt sich in diesem Werk kritisch mit der aktuellen Klimapolitik Deutschlands auseinander. Er betont dabei, dass es zwar höchste Zeit ist zu handeln, stellt aber das bisherige Vorgehen in Frage.

Als Einstieg in die Thematik erklärt Sinn die Entstehung und die Folgen der Erderwärmung. Daraufhin zeichnet er ein ausführliches Bild der bisherigen internationalen und nationalen politischen Maß- nahmen und technischen Möglichkeiten um dem Klimawandel entgegenzutreten. Während der Autor die Bioenergie nicht als geeignete Waffe im Kampf gegen die Erderwärmung sieht, argumentiert er wie und warum die Atomenergie ein geeignetes Instrument gewesen wäre. Das größte (politische und wissenschaftliche) Versäumnis sieht er jedoch darin, die Angebotsseite fossiler Brennstoffe bei Maßnahmen und Modellen zum Klimawandel außer Acht gelassen zu haben. Demnach sollte sich der Kampf gegen den Klimawandel nicht nur darauf konzentrieren, den Verbrauch und Ausstoß fossiler Brennstoffe zu reduzieren, sondern diese gleich im Boden zu belassen, also das Angebot zurückzufahren. An diesem Punkt setzt der Begriff des grünen Paradoxons an. Laut Sinn hat nämlich die bloße Ankündigung, den Klimawandel zu bekämpfen dazu geführt, dass die Erde sich schneller erwärmt. Da die Besitzer fossiler Ressourcen ihre zukünftigen Einnahmen durch die grüne Politik gefährdet sehen, beschleunigen sie demnach die Extraktion dieser Brennstoffe. Sinn beurteilt die bisherige Klimapolitik als „teuer, ineffizient und nutzlos“. Er belässt es jedoch nicht nur bei bloßer Kritik, sondern gibt auch konkrete Handlungsanweisungen. So fordert er unter anderem eine bessere Abstimmung der unterschiedlichen Fördermaßnahmen für erneuerbare Energien und eine Politik, die die Ressourcenbesitzer im Sektor für fossile Brennstoffe zu einem konservativeren Angebotsverhalten motiviert.

Mit scharfer Argumentation und auf dem Fundament gründlich recherchierter Fakten wiederlegt Sinn viele gängige Standpunkte und Maßnahmen der aktuellen Klimadebatte. Er zeichnet ein bisweilen düsteres Bild der Situation und lässt kaum ein gutes Haar an den bisherigen Bemühungen. Dabei wartet der Autor mit umfangreichen Details aus Chemie, Physik, Geschichte, Politik und den Wirtschaftswissenschaften auf. Dieser Rundumschlag dürfte nicht jedem gefallen, aber er zeigt (zumindest partiell) Wirkung. So haben bereits Institutionen wie der IPCC und das deutsche Forschungsministerium die Idee des grünen Paradoxons in ihre Überlegungen mitaufgenommen. Einschränkend gilt anzumerken, dass sich Sinn hauptsächlich auf die Perspektive von Deutschland und der Europäischen Union fokussiert.

Tripl3leader empfiehlt dieses Buch all denjenigen, die ein tieferes Verständnis in der Debatte um den Klimawandel erlangen möchten. Auf den 540 Seiten erwartet den Leser eine große Vielfalt an Fachwissen, das bei der ersten Lektüre möglicherweise nicht in voller Tiefe verinnerlicht werden kann. Da es sich hier hauptsächlich um eine politische Debatte handelt, ist es vor allem für Führungskräfte interessant, die sich über den Unternehmensalltag hinaus ein Bild der aktuellen Lage, sowie deren Chancen und Gefahren für Gesellschaft und Unternehmen machen wollen.

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