Ein Prozent ist genug

Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bekämpfen
Jorgen Randers & Graeme Maxton, ca. 280 Seiten, Oekom (2016)

Kategorie

  • Sinn und Werte
  • Haltung und Selbstorganisation
  • Innovation und Veränderung

Der Generalsekretär des Club of Rome beschreibt eine positive Gesellschaft, in der Menschen genügend zu essen haben, eine sinnvolle, bezahlte Arbeit, Zugang zu Bildung, genügend Freizeit und eine gute Gesundheitsversorgung. Menschen sollen gerecht und mit Respekt behandelt werden. Dazu beleuchtet das Buch „Ein Prozent ist genug“ die aktuellen Probleme, die im 21 Jahrhundert bewältigt werden sollten. Freie Märkte und Freihandel konnten die Probleme der Arbeitslosigkeit, Armut und wachsenden sozialen Ungleichheit nicht lösen, sondern haben neue Herausforderungen für Wirt-schaft, Ökologie und Gesellschaft geschaffen. Die Autoren rufen zur Veränderung des gewöhnlichen Konsumdenkens auf und betonen, dass die Beteiligung der ganzen Bevölkerung wichtig ist, um die finanzielle, ökonomische und ökologische Katastrophe zu vermeiden.

Die Autoren schlagen 13 Ideen und Verfahren vor, die vermutlich auf den aktuellen Problempool positiv einwirken können. Eine Verkürzung der Jahresarbeitszeit ermögliche neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Anzahl der Arbeitslose zu reduzieren, sowie Arbeitskräften mehr Freizeit zu gewähren. Die Anhebung des Renteneintrittsalters und die Entscheidung der älteren Arbeitnehmer, ob sie in Rente gehen wollen oder weiterarbeiten, würde die Belastung auf die jüngeren Arbeitskräfte reduzieren und die Altersarmut vermindern. Die Erhöhung der Steuern für Unternehmen und Reichen so-wie die Besteuerung von Emissionen und Rohstoffverbrauch ermögliche ein Geldtransfer von Reichen zu Armen, vermeide den Klimawandel und reduziere die Umweltverschmutzung.

Die Erschaffung der besseren Welt ist vorrangig politische Entscheidung. Es ist die Frage der Organisation und es braucht die Beteiligung aller, um eine positive Gesellschaft zu schaffen.

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